Tag- und Nachtfalter gehören zur Ordnung der Lepidoptera. Ins deutsche übersetzt bezeichnet der Begriff die „Schuppenflügler“, denn alle dieser Art angehörenden haben auf ihren Flügeln winzige Schuppen, die den Flügel ihre Farbe und Musterung
verleihen. Der Körper ist wie bei anderen Insekten
dreigeteilt den Kopf, Thorax, Abdomen (mit Geschlechts- und lebenswichtigen Organen).

Geschlechter
und
Variationen
Bei vielen Faltern unterscheiden sich die Geschlechter erheblich von
einander in der Färbung der Flügel, etwa beim
Bläuling,
wo das
Männchen
violettblaue Vorder– und Hinterflügel aufweist, hat das
Weibchen
braune Flügel mit orangefarbenen Flecken und nur einem Hauch violett.
Selbst Variationen ein und derselben Art zum Frühjahr und Sommer
bedingt
kommen ebenfalls vor.
Beispiel dafür ist das
Landkärtchen.
Die erste
Generation des Frühjahrs erscheint in einen orange, während die Sommergeneration sich in einem schwarz mit weißen Streifen präsentiert, so das man meinen
würde, es handelt sich um zwei unterschiedliche Arten.
Ober- und
Unterseite
Bei ihrer Nahrungsaufnahme und beim Sonnen halten die meisten Schmetterlinge ihre Flügel offen, einige andere zeigen kaum ihre Oberseite. Das Aufklappen ist allerdings auch von der Sonne abhängig. Meist ist die Oberseite der Flügel farbiger gestaltet wie die Unterseite, sodass man den Falter bei gefalteten Flügeln auch schwerer bestimmen
kann. Sitzt der Falter, werden durch die Vorderflügel meist ein Teil der Hinterflügel bedeckt. Beim Ruhen falten alle Tagfalter ihre Flügel über dem Thorax nach oben zusammen, man erkennt hier sehr schön die Unterseiten der Flügel, wobei die
Nachtfalter
ihre Flügel dachartig über dem Thorax falten und die Unterseite nie zu sehen ist.
Kleinen Perlmutterfalter
(Ober & Unterseite)
Lebensräume
Schmetterlinge und Nachtfalter besiedeln in der Natur eine Vielzahl verschiedener Lebensräume
, dennoch sind einige von ihnen an bestimmte Bedingungen gebunden. Meist spielt hier das Vorhandensein bestimmter Futterpflanzen, die von den Raupen benötigt werden, um heranzuwachsen, eine Rolle. Der erwachsene Falter ist meist an nektarführende Pflanzen interessiert, wo er mit seinem Saugrüssel den Nektar aus den Blüten zieht. Aber auch bestimmte Mineralstoffe werden benötigt, die der Falter aus faulenden Früchten, Kot, Aas oder aus Säften von
Bäumen gewinnt.
©
2006
InsektenWelt
-
Bitterfeld
& Photos Marco Wernicke ForestMW